An der schönen grauen Elbe
2025
für Orchester (17')
von nordisch-platt bis hochgradig wienerisch
1 Picc, 2 Fl (2. a. Alt-Fl), 3 Ob (3. Eng-Hrn), 3 Kl (1 Es-Kl, 1 B-Kl, 1 Bass-Kl), 3 Fg (3. Kfg) / 4 Hrn, 3 Trp, 3 Pos (3. Bass-Pos), 1 Tba / 1 Pk, 4 Schlgz, 1 Hrf, 1 Klav / Streicher (maximal 3 fach geteilt)
Auftragswerk des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg, uraufgeführt unter Omer Meir Wellber im Silvesterkonzert in der Elbphilharmonie am 31.12.2025
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"An der schönen blauen Donau"? Für lokalpatriotisch eingenordetes Hamburger Publikum höchstens nur der zweischönste Platz der Welt, und deswegen bei diesem Anklass auch nur eine Ouvertüre zur Uraufführung von "An der schönen grauen Elbe". Der Philharmoniker-Schlagzeuger Fabian Otten hatte sich dafür jovial bei Strauss' Melodien bedient, für Instrumentations-Ideen womöglich den einen oder anderen John-Williams-Soundtrack aufmerksam durchgehört und das Ganze mit etwas Strawinsky scharf abgeschmeckt - und, allerklassischstes Hamburger Liedgut, auch noch den "Jung mit'n Tüdelband" harmonisch verdellt durchs Stück laufen lassen, man gönnt sich ja sonst nichts. Die Walzer Anleihen hatten hier bannig Schlagseite, das vertonte Elbwasser schäumte deutlich rauer und ruppiger als das der gediegen wogenden Donau. Großer Spaß jedenfalls.
Joachim Mischke, Hamburger Abendblatt







