Soliloquium, interrupted
2026
„I have heard the mermaids singing, each to each. I do not think that they will sing to me.“ – T. S. Eliot
Inspiriert von T. S. Eliots wehmütigen Versen, vertont Soliloquium, interrupted (Unterbrochenes Selbstgespräch) die schmerzhafte Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Das Werk nutzt die klangliche Wandelbarkeit des Horns und bewegt sich zunächst auf einer melancholischen träumerischen Ebene: Sangliche, organisch wachsende Motive kehren immer wieder und zeichnen das Bild des unerreichbaren Meerjungfrauen-Gesangs – sinnbildlich für das Schöne, das nur den anderen vorbehalten scheint.
Diese lyrische Intimität des Instruments wird jedoch immer wieder von wilden, abschweifenden und selbstzerstörerischen Gedanken durchbrochen. Die ungestümen Ausbrüche wirken wie ein jähes Erwachen aus dem Tagtraum in die Einsamkeit. Nach der Aufruhr bleibt am Ende nur das Verhallen des Hornklangs – und die leise, verblassende Erinnerung an eine verlorene Melodie.








